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Titel:

Nutzung von dynamischen Hand- und Kopfgesten zur Steuerung automotiver Infotainmentsysteme

Autor(en): F. Althoff, R. Lindl, L. Walchhäusl
Zusammenfassung: Im Rahmen der Konzeption interaktiver Mensch-Maschine-Systeme besteht eine wesentliche Problematik darin, die zur Verfügung stehenden Funktionalitäten dem Anwender auf einfache und intuitive Weise zugänglich zu machen. Durch kontinuierlich wachsende Funktionsspektren werden Benutzer jedoch mit immer länger werdenden Einarbeitungszeiten konfrontiert. Darüber hinaus sind die Interaktionsmöglichkeiten zumeist auf haptische Eingaben und visuelle Ausgaben beschränkt. Diese Entwicklung lässt sich auch im automotiven Umfeld beobachten. Im direkten Vergleich zu einem Bildschirmarbeitsplatz werden an den Fahrer hier sogar noch deutlich höhere Anforderungen gestellt. Die Bedienung von Fahrerinformations- und Fahrerassistenzsystemen stellt lediglich eine Sekundäraufgabe dar, die der Kontrolle des Fahrzeugs untergeordnet ist. Eine Möglichkeit, den Umgang mit technischen Systemen natürlicher und damit auch für den Benutzer komfortabler zu gestalten, besteht in einer stärkeren Annäherung der Mensch-Maschine-Schnittstelle an zwischenmenschliche Kommunikationsgewohnheiten. Neben der Sprache als Leitmodalität spielt die effektive Nutzung von dynamischen Hand- und Kopfgesten hier eine wesentliche Rolle. Gesten stellen eine intuitive, aus dem täglichen Leben bekannte Ergänzung zu existierenden Interaktionsparadigmen dar. Sie ermöglichen eine berührungslose Bedienung von ausgewählten Anwendungen wie beispielsweise CD-Player oder Telefon unabhängig von der aktuellen Geräuschumgebung. Eingebettet in eine multimodale Systemumgebung wird in dieser Arbeit ein Ansatz zur automatischen Verarbeitung von Hand- und Kopfgesten beschrieben. Das System wertet einen kontinuierlichen Strom von Bildern aus dem nahen Infrarotbereich aus, wobei eine Kombination aus adaptiven Vorverarbeitungsmethoden und einem hierarchischen, regelbasierten Klassifikationsmechanismus zum Einsatz kommt. Aktuell unterscheidet der in einem Versuchsträger implementierte Demonstrator zwischen 17 verschiedenen Handgesten und sechs verschiedenen Kopfgesten. Das Gestenvokabular lässt sich unter Einbezug des aktuellen Bedienkontextes situativ einschränken. Auf Standardhardware ist bereits eine Verarbeitung in Echtzeit möglich.
Veranstaltung: 47. Fachausschusssitzung Anthropotechnik der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e.V.
Medientyp: Conference Paper
Sprache: deutsch
Veröffentlicht: DGLR-Bericht, 2005, 2005-05, Komfort als Entwicklungskriterium in der Systemgestaltung; S.139-144; 2005; Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e.V., Bonn
Preis: NA
ISBN:
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Kommentar:
Klassifikation:
Stichworte zum Inhalt: antropotechnik
Verfügbarkeit: Bestellbar
Veröffentlicht: 2005


Dieses Dokument ist Teil einer übergeordneten Publikation:
Komfort als Entwicklungskriterium in der Systemgestaltung