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Titel (EN):
Spacepower: An Emerging Power Factor in the International System
Autor(en):
F. Forkel
Zusammenfassung:
Der Weltraum hat sich von einem vornehmlich wissenschaftlich-technischen Erkundungsraum zu einer zentralen politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Handlungsdomäne entwickelt. Gleichwohl bleibt der Begriff der Weltraummacht beziehungsweise Spacepower häufig unscharf und wird vielfach auf einzelne Ressourcen wie Satelliten, Trägerraketen oder Raumfahrtbudgets reduziert. Der Beitrag entwickelt auf Grundlage ressourcenbasierter, relationaler und struktureller Machtkonzepte eine Definition von Weltraummacht und überführt diese in einen zusammengesetzten Index. Unterschieden wird zwischen Domänenmacht als Fähigkeit zum Handeln im Weltraum und Transmissionsmacht als Fähigkeit, durch weltraumbezogene Systeme politische, wirtschaftliche, militärische und institutionelle Wirkungen zu erzeugen. Das Modell wird auf die Vereinigten Staaten, China, Russland, Deutschland, Frankreich und Indien angewandt. Die USA erreichen mit 99,2 von 100 Punkten den höchsten Gesamtwert, gefolgt von China mit 88,5 Punkten. Frankreich liegt mit 74,6 Punkten vor Russland mit 69,5, Indien mit 68,0 und Deutschland mit 64,1 Punkten. Die Ergebnisse zeigen, dass Weltraummacht nicht aus dem bloßen Besitz von Ressourcen hervorgeht. Entscheidend ist die Fähigkeit, diese Ressourcen in nachhaltige Wirkung zu konvertieren. Der Index ist dabei nicht als abschließende objektive Messung, sondern als transparentes heuristisches Instrument zur Analyse unterschiedlicher Weltraummachtprofile zu verstehen.
Zusammenfassung (EN):
Outer space has evolved from a primarily scientific-technical realm of exploration into a central domain of political, economic, and security-related action. Nevertheless, the concept of "space power" often remains ill-defined, frequently being reduced to individual resources such as satellites, launch vehicles, or space budgets. Drawing on resource-based, relational, and structural concepts of power, this article develops a definition of space power and translates it into a composite index. A distinction is made between "domain power"-the capacity to act within the space domain—and "transmission power"-the capacity to generate political, economic, military, and institutional effects through space-based systems. The model is applied to the United States, China, Russia, Germany, France, and India. The USA achieves the highest overall score with 99.2 out of 100 points, followed by China with 88.5 points. France ranks at 74.6 points, ahead of Russia (69.5), India (68.0), and Germany (64.1). The results demonstrate that space power does not stem merely from the possession of resources; the decisive factor is the ability to convert these resources into sustained impact. The index is intended not as a definitive, objective measurement, but rather as a transparent heuristic tool for analyzing diverse space power profiles.
Veranstaltung:
Deutscher Luft- und Raumfahrtkongress 2026, Aachen
Verlag, Ort:
Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e.V., Bonn, 2026
Medientyp:
Conference Paper
Sprache:
deutsch
Format:
21,0 x 29,7 cm, 17 Seiten
URN:
urn:nbn:de:101:1-2610141208330.238337317050
DOI:
10.25967/680404
Stichworte zum Inhalt:
Weltraummacht, Spacepower, Internationale Beziehungen, Machtmessung, Transmissionsmacht, Domänenmacht, Raumfahrtpolitik
Verfügbarkeit:
Download - Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen dieses Dokuments: CC BY-SA 4.0  OPEN ACCESS
Kommentar:
Zitierform:
Forkel, F. (2026): Spacepower: Ein aufstrebender Machtfaktor im internationalen System. Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e.V.. (Text). https://doi.org/10.25967/680404. urn:nbn:de:101:1-2610141208330.238337317050.
Veröffentlicht am:
14.10.2026