DGLR-Publikationsdatenbank - Detailansicht

Titel:

Adaptive Liner zur Minderung von Triebwerkslärm - Konzept und Windkanalergebnisse

Autor(en):
R. Pongratz
Zusammenfassung:
Trotz deutlicher Absenkung der Lärmemissionen von Verkehrsflugzeugen innerhalb der letzten Jahrzehnte fühlt sich ein zunehmend größerer Personenkreis durch Fluglärm belästigt. Eine Ursache hierfür ist sicherlich im stark gestiegenen Luftverkehrsaufkommen zu finden. So wird die Entwicklung und Einführung leisere Flugzeuge durch eben diesen Zuwachs im Luftverkehr zumindest teilweise kompensiert. Neben diesem verkehrstechnischen Aspekt werden von administrativer Seite die Grenzwerte der erlaubten Lärmemissionen eines Flugzeuges kontinuierlich reduziert. Die nächste Verschärfung ist für Anfang 2006 beschlossen und betrifft die Musterzulassung neuer Flugzeugtypen nach ICAO Richtlinien. Insbesondere wird ein neues Kapitel 4 eingeführt, dessen Grenzwerte die von Kapitel 3 summarisch um 10 EPNLdB unterschreiten. Die Forderung nach leiseren und umweltfreundlicheren Flugzeugen hat also, trotz der bisherigen großartigen Erfolge zur Senkung der Fluggeräuschemissionen, nicht an Dringlichkeit verloren. Die vorliegende Arbeit präsentiert aktuelle Ergebnisse zur Entwicklung eines impedanz-adaptiven akustischen Absorbers bzw. Liners, welche innerhalb des EU Förderprojektes ?SILENCE®, GRD1-2000-25297? erzielt wurden. Insbesondere werden die prinzipielle Funktion des Liners sowie Ergebnisse aus Labor und Windkanal vorgestellt. Das Ziel für den Einsatz eines solchen Systems am Flugzeug ist die weitere Absenkung von Triebwerkslärm, speziell des tonalen Fanlärms. Der Liner besteht aus einer Anordnung einzelner akustischer Absorber, deren akustische Impedanz den äußeren Schallfeldbedingungen so angepasst werden kann, dass die Schallabsorption maximal wird. Die Adaption der komplexen Impedanz, also Resistanz und Reaktanz, wird dabei thermisch und pneumatisch vollzogen. Da die prinzipielle Wirkungsweise der adaptiven Absorbereinheiten weiterhin erhalten bleibt, erfolgt die Impedanzadaption jeweils nur in deren Arbeitsfrequenzbereich. Die aktuelle Impedanz wird mit der Information zweier Mikrofone errechnet und mit den für die jeweilige Blattfolgefrequenz des Fans optimalen Werten verglichen. Über eine Regelungseinheit wird die Differenz zwischen optimaler und aktueller Impedanz minimiert. Closed-Loop Versuche im Windkanal des Centre Acoustique der Ecole Central de Lyon (ECL) zeigten, dass der entwickelte Liner in der Lage ist die vorgegebenen Impedanzwerte einzustellen. Im Fernfeld des Windkanals konnten Schallpegelreduktionen bis zu 9dB bei einem Flächenverhältnis von nur 15% erzielt werden.
Veranstaltung:
DGLR-Symposium: Nachbar Flughafen 2004, Bremen
Medientyp:
Conference Paper
Sprache:
deutsch
Format:
25,4 x 19,05 cm, 6 Seiten
Veröffentlicht:
DGLR-Bericht, 2004, 2004-06, Nachbar Flughafen; S.1-6; 2004; Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e.V., Bonn
Preis:
NA
ISBN:
ISSN:
Kommentar:
in getr. Zählung;
Klassifikation:
Stichworte zum Inhalt:
luftfahrt
Verfügbarkeit:
Bestellbar
Veröffentlicht:
2004


Dieses Dokument ist Teil einer übergeordneten Publikation 52906000 :
Nachbar Flughafen