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Titel:
Gesichtspunkte zur Modellierung von Subsystemen für Simulationszwecke
Autor(en):
D. Fischenberg
Zusammenfassung:
Der Vortrag erläutert die Systemrepräsentanz von zwei Teilmodellen in Flugsimulatoren und beschäftigt sich mit der Frage, wie eine angemessene Modellqualität erzielt werden kann. Ein angemessenes Modell ist als optimaler Kompromiß zwischen Modellkomplexität, Überschaubarkeit, Wartbarkeit und Erfassen der wesentlichen physikalischen Effekte anzusehen. Als Beispiel wird die Entwicklung zweier Systemmodelle für eine Flugsimulation in FAA Level C/D Qualität aufgezeigt: (a) für das Rolls-Royce M45H Turbofan-Triebwerk und (b) für ein Fahrwerksmodell. Die erforderliche Qualität eines Flugsimulators wird entsprechend ihrem "Level" in Handbüchern definiert, z.B. von der FAA mit dem Advisory Circular 120-40B oder den JAA international mit dem JAR-STD lA. Wesentlicher Teil der Modellentwicklung sind die Bestimmung der Modellparameter und die Validierung der Modelle. Da die Dynamik der zu modellierenden Systeme im allgemeinen durch vereinfachende Ersatzmodelle angenähert wird, sind Messungen am realen System wesentlich, um die Modellstruktur und -güte zu überprüfen (validieren). Für die Entwicklung des Triebwerksmodells werden Messungen von dynamischen Schubhebelverstellungen in verschiedenen Flugenveloppenpunkten zur Parameterbestimmung mit Hilfe der Systemidentifizierung ausgewertet. Auf diese Weise werden die Modellparameter für die Dynamik der Fuel Control Unit und der Fanwelle gültig in der gesamten Enveloppe bestimmt. Dabei wird die Modellstruktur validiert und angepaßt. Es wird die erzielte Qualität anhand von Zeitverläufen und Phasendiagrammen gezeigt. Ferner wird der Einfluß von Flughöhe und -geschwindigkeit auf die Modelldynamik verdeutlicht, immer im Vergleich mit den entsprechenden Meßdaten. Im Falle des Fahrwerks werden Messungen von Rollversuchen (Taxi Tests), Starts und Landungen mit dem kompletten Flugzeug ausgewertet, um Modellparameter anzupassen, wie z.B. die Kennlinie der Reifenseitenkraft bei Lenkeingaben. Ferner wird anhand der Meßdaten die Güte des Ground Handling Modells für die FAA-Tests "Rate of Turn vs. Nosewheel Steering" und "Normal Takeoff" innerhalb der von den Handbüchern geforderten Toleranzen nachgewiesen.
Veranstaltung:
2. Symposium Flugzeug-Systemtechnik, Hamburg, 1997
Medientyp:
Book Chapter
Sprache:
deutsch
Format:
21,0 x 29,7 cm, 15 Seiten
Veröffentlicht:
DGLR-Bericht, 1997-01, 2. Symposium Flugzeug-Systemtechnik - Entwicklungstrends bei Basissystemen und ihre Wechselwirkungen zum Flugzeugentwurf; 1997; Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal-Oberth e.V., Bonn
Preis:
NA
ISBN:
ISSN:
Kommentar:
Vortrag mit eigener Zählung
Klassifikation:
Stichworte zum Inhalt:
Verfügbarkeit:
Bibliothek
Veröffentlicht:
1997
Dieses Dokument ist Teil einer übergeordneten Publikation 52201000 :
2. Symposium Flugzeug-Systemtechnik - Entwicklungstrends bei Basissystemen und ihre Wechselwirkungen zum Flugzeugentwurf
